Yvonne Großlaub
Head of Production
Real gedreht. Mit KI weitergedacht. Für ARD Sounds haben wir einen hybriden Kampagnenfilm entwickelt, in dem echte Alltagssituationen durch KI-generierte Übergänge nahtlos verschmelzen.
Unter dem Claim „Hör deins.“ wird so aus Radio, Podcasts, Live-Sport und Hörspielen ein visueller Flow – und aus ARD Sounds - der Playbutton für deinen Tag.
Wie zeigt man eine Audio-App in einem visuellen Medium? Wie erzählt man Radio, Podcasts, Live-Sport und Hörspiele, ohne einfach nur ein Display zu zeigen? Wie wird aus etwas, das man hört, eine Geschichte, die man sehen und fühlen kann? Und wie zeigt man, dass ARD Sounds nicht nur eine App ist, sondern ein Begleiter durch ganz unterschiedliche Momente des Tages?
Was, wenn wir dafür reale Momente mit neuen visuellen Möglichkeiten verbinden? Wenn wir echten Alltag drehen – und dort, wo die Realität endet, mit KI weitererzählen? Wenn Szenen ineinanderfließen und jeder neue Sound uns in einen neuen Moment bringt? Was also, wenn der Playbutton mehr verändert als nur den Sound?
Für die Umsetzung haben wir Realfilm und KI von Anfang an zusammengedacht. Mit einem kompakten Team aus sechs Crewmitgliedern und einer von uns vorgeschlagenen Hauptdarstellerin entstand der reale Kern des Films. Dokumentarisch, nahbar und bewusst ungestellt: Die Kamera beobachtet, statt zu inszenieren – der Zuschauer wird zum Begleiter durch einen ganz normalen Tag.
Das Besondere lag im Workflow: Die KI kam nicht erst in der Postproduktion dazu. Übergänge, Bildanschlüsse und Bewegungen wurden bereits in Konzeption und Storyboard so geplant, dass sich die real gedrehten Szenen anschließend mit KI-generierten Sequenzen nahtlos verbinden ließen. Ergänzt wurde dieser hybride Ansatz durch individuell entwickelte VFX und 3D-Animationen. So entstand ein Hybrid-Workflow, bei dem beide Welten von Anfang an gemeinsam gedacht wurden.
Vom ersten Play am Morgen bis zum letzten Sound am Abend verschmelzen reale und generierte Bilder zu einer durchgehenden Bewegung durch den Tag. Nicht KI als Effekt – sondern KI als Teil der Erzählung.
Diese Art der Produktion ermöglichte uns, effizient und budgetbewusst zu arbeiten – ohne die Idee kleiner zu denken. Im Gegenteil: Dieser Workflow gab uns die Freiheit, in Konzeption und visueller Umsetzung nahezu ohne Grenzen zu denken.